Das Unternehmen der Zukunft ist flexibel – auch bei der Finanzierung

Dirk Oliver HallerDirk Oliver Haller22. März 20184min5150
das-unternehmen-der-zukunft-ist-flexibel

Wie wirkt sich der tiefgreifende technologische und ökonomische Wandel konkret auf die Zukunft der Unternehmen aus? Dieser Frage ist die Managementberatung Bain & Company nachgegangen, die in ihrer aktuellen Studie „The Firm of the Future“ einige Kernthesen zu den zukünftigen Erfolgsfaktoren für Unternehmen aufgestellt hat.

Wichtigste Erkenntnis: Der Wandel von Technologien und Geschäftsmodellen wird sich weiter beschleunigen, und so genannte disruptive Entwicklungen sind auf dem Vormarsch. Letzteres bedeutet, dass die Entwicklung neuer Produkte oder Geschäftsideen nicht mehr auf der organischen Modernisierung des bereits Vorhandenen beruht, sondern auf einem radikal neuen Denkansatz, der im Erfolgsfall innerhalb kurzer Zeit das Aus für traditionelle Geschäftsmodelle bedeuten kann.

 

Je rasanter sich die Marktbedingungen wandeln, umso mehr Flexibilität wird von den Unternehmen gefordert, so das Fazit der Bain-Studie. Beweglichkeit bei der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten durch Netzwerke und On-Demand-Services, schnell anpassbare Organisationsformen, kurze interne und externe Kommunikationswege – diese Gesichtspunkte zählen nach Ansicht der Studienautoren zu den Eigenschaften, die ein zukunftsfähiges Unternehmen vorweisen muss.

In allen Unternehmensbereichen mehrere Optionen offenhalten

Eine weitere Kernthese aus der Studie lautet: „Für ein erfolgreiches Vorankommen reicht ein Motor allein künftig nicht mehr aus.“ Dies gelte nicht nur bei der Produktstrategie, die neben den bewährten Cash-Cows stets ein Portfolio an mutigen Neuentwicklungen enthalten sollte, sondern auch bei der Unternehmensfinanzierung. Wer sich allein auf die klassischen Finanzierungsinstrumente Eigenkapital und Bankkredit stützt, lässt wichtige Potenziale ungenutzt, wenn bei schnellen strategischen Entscheidungen um die ebenso schnelle wie passgenaue Finanzierung geht.

„Die Gewinnung von Eigenkapital und der Abschluss von Krediten wird weiterhin für Unternehmen lebensnotwendig bleiben, doch die Kapitalstrukturen werden flexibler“, schreiben die Autoren der Studie. Konkret bedeutet das, dass einzelne Finanzierungsmaßnahmen künftig noch genauer auf die zu finanzierende Investition abgestimmt werden. Auch gibt es klare Tendenzen zur Ausweitung der Zahl der Finanzierungspartner, um im Bedarfsfall aus einem Pool potenzieller Geldgeber das effizienteste Angebot herausfiltern zu können.

Projektorientierte Finanzierungsstrategie als Zukunftstrend

Für Investoren geht es bei der Unternehmensfinanzierung der Zukunft weniger darum, einen gewissen Anteil an der Gesamtfinanzierung des Betriebs zu übernehmen, als vielmehr innerhalb des vielschichtigen Finanzierungsbedarfs im Unternehmen Kapital für ein konkretes Projekt zur Verfügung zu stellen.

Der Siegeszug dieses Denkens zeigt sich nicht nur im Crowdfunding, das gerne als Paradebeispiel für die projektbasierte Unternehmensfinanzierung angeführt wird. Auch die Finanzierung immer wiederkehrender Projekte wie etwa der Einkauf von saisonalen Handelswaren oder die Beschaffung von Rohstoffen lässt sich schon heute so skalieren, dass sie mit Blick auf die Liquidität und Flexibilität optimal an die Kapitalbindung angepasst werden kann.

Finetrading als Baustein im Finanzierungsmix

Ein innovatives Instrument für die effiziente Einkaufsfinanzierung ist Finetrading, bei dem die Finanzierung durch die Einschaltung des Finetraders als virtueller Zwischenhändler über das mehrmonatige Zahlungsziel erfolgt. Wichtiger Vorteil neben der äußerst flexiblen und einfachen Handhabung: Beim Einsatz von Finetrading werden keine Pfandrechte als Sicherheit benötigt, so dass der finanzielle Gestaltungsspielraum in voller Höhe erhalten bleibt. Gerade mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens erweist sich Finetrading somit als vielseitig einsetzbares Instrument in der projektorientierten Einkaufsfinanzierung.

Von Dirk Oliver Haller

(Quelle: http://www.bain.de/Images/BAIN_BRIEF_Firm_of_the_Future.pdf)

Dirk Oliver Haller

Dirk Oliver Haller

Dirk Oliver Haller, Vorstand der DFT Deutsche Finetrading AG blickt auf langjährige Erfahrung im Bereich Handel und Unternehmensfinanzierung zurück. Nach einigen Jahren im kaufmännischen Angestelltenverhältnis gründete er 2007 ein Handelsunternehmen mit dem Schwerpunkt Export/Landwirtschaft. Aus dem hier gewonnenen Knowhow entstand der Impuls, die Deutsche Finetrading AG zu gründen. Seit 2011 ist die DFT AG am Markt und zählt zu den bundesweit führenden Anbietern im Segment der bankenunabhängigen Finetrading-Finanzierung.


Kommentar schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.


Über uns

Als erstes deutsches Nachrichtenportal speziell für KMU-Finanzierungen haben wir es uns zu Aufgabe gemacht, kleine und mittelständische Unternehmen über ihre Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.


SCHREIBEN SIE UNS

RUFEN SIE UNS AN